Nah- und Fernwärme

Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erreichen, wird die bei der Stromproduktion von Kraftwerken freigewordene Wärme zum Beispiel für die Beheizung von Wohn- und Bürogebäuden genutzt.

Für Kraftwerksbetreiber stellt sich allerdings besonders während der Sommermonate das Problem ein, dass die Abnahme der Wärme seitens der Verbraucher aufgrund der entfallenden Raumbeheizung sehr gering ist.

Durch den dezentralen Einsatz von thermisch betriebenen Sorptionskältemaschinen zur Gebäudekühlung wird eine Nachfrage nach Wärme auch während dieser Jahreszeit generiert und ermöglicht so die Nutzung der überschüssigen Wärmeenergie.

Eine „Vernichtung“ dieser Energie durch Kühlung ist somit nicht mehr notwendig.

Dezentrale Kälteanlagen

  1. Contracting: Der Betreiber investiert selbst und kann Kälte an den Kunden verkaufen.
  2. Kauf: Der Kunde kauft eine Kältemaschine und kauft Wärme des Betreibers.

Zentrale Kälteanlagen

Eine weitere Möglichkeit ist die Installation von zentralen Kraftwerks-nahen Kälteanlagen, bei denen die Kälte über Kältenetze zu den entsprechenden Verbrauchern geleitet wird.

Zusätzlicher Vorteil für den Netzbetreiber: Durch die Erzeugung von Kälte aus Wärme können in den Sommermonaten zu Klimatisierungs-Spitzenzeiten teure Leistungsspitzen eingespart werden. Dies gilt natürlich nicht nur für die Betreiber der Kraftwerke, sondern ebenso für den Endkunden, der seine Kälteenergie durch Wärme erzeugt und nicht mehr über Strom.